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Kino im Kopf: Die Reportage

Die Reportage ist ein tatsachenbetonter, aber persönlich gefärbter Erlebnisbericht. Sie ist immer dann am besten, wenn sie ein Ereignis sinnlich beschreibt – es muss also etwas passieren (Action!). Reporter sind "Kameraleute des Hörfunks". Ihre Aufgabe ist, bei den Hörern "Kino im Kopf" hervorzurufen. Das fehlende Bild ersetzen sie durch möglichst plastische Sprache. Die Kunst besteht darin, die Atmosphäre so zu beschreiben, dass der Hörer sie spürt.

Eigenheiten der Reportage:

  • In einer Reportage geht es weniger um das Ergebnis als um das Erlebnis.
  • Erzählt wird linear.
  • Der Reporter muss vor Ort dabei sein – telefonieren oder interviewen reicht nicht.
  • Die Reportage wird vor Ort gesprochen – nachvertonen ist nicht möglich.
  • Das Reporter-Ich ist erlaubt und in der Regel auch ehrlicher – die Reportage lebt schließlich von den persönlichen Eindrücken des Reporters.
  • Tonfall und Sprechtempo des Reporters verraten, wie nah er wirklich dabei ist.
  • Basis der Reportage sollte ein Ereignis sein, das sinnlich erlebbar ist.

Hier finden sie ein Hörbeispiel zur Reportage:

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